Museen

Donat Sorokin/TASS
Ural Vision Gallery ist ein modernes Gebäude für Ausstellungen im Zentrum von Jekaterinburg, das im Dezember 2012 auf Anregung von Sammlern Alla und Wiktor Loschtschenko geöffnet wurde. In Ural Vision Gallery werden 3 bis 4 Ausstellungen im Jahr veranstaltet. Hier wurden Werke des berühmten britischen Bildhauers Toni Cragg ausgestellt, weltweit bekannte Olga Tobreluts und Grigorij Maiofis, berühmte Art-Gruppe „Sinie Nossy“ (Blaue Nasen). Sehr oft werden hier Ausstellungen moderner Künstlers von Ural veranstaltet. Einige Werke sind zu verkaufen.

Der Bürgermeister von Jekaterinburg Jewgeni Roisman sammelt alte Ikonen und Bilder naiver Kunst. In seiner Sammlung befindet sich die Newjanskaja Ikone. Diese Art der Ikonenmalerei entstand Anfang des 18. Jahrhunderts dank Altgläubigern Christenkindern. Diese Ikonen sind durch ausgezeichnete Qualität der Holzbearbeitung und detaillierte Ausarbeitung der Bilder kennzeichnend.

1999 hat Roisman das Museum „Newjanskaja Ikone“ gegründet, um diese Ikonenmalerei aufzubewahren und Information über Werke und die Arbeit zu sammeln. Heutzutage fahren Fachmänner in Expeditionen, suchen Angaben für das Archiv, restaurieren, schreiben thematische Bücher und Alben.

In dem ersten Privatmuseum der Ikone sind über 300 einzigartige Arbeiten ausgestellt, die in Jekaterinburg, Newjansk, Nischni Tagil und anderen Städten entdeckt wurden. Hier gibt es große und winzige Ikonen, mit Gold, Glasperlen und Halbedelsteinen.

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Das moderne Museum wurde im Herbst 2015 in dem Jelzin Zentrum eröffnet. Der Wettbewerb auf die museale Gestaltung gewann die US-Firma Ralph Appelbaum Associates (eine der größten Agenturen in diesem Bereich) und die Konzeption entwickelte der berühmte russische Filmregisseur Pawel Lungin. Jeder Saal im Museum ist mit herausragenden Ereignissen der 1990er Jahren und Etappen der Karriere des ersten russischen Präsidenten.

Das Museum ist interaktiv. Hier sind seltene Dokumente, Familienfotos, Videoaufnahmen, darunter die letzte Rede des Präsidenten am 31. Dezember 1999 oder Berichte über den Putschversuch im August 1991 zu finden. Man kann an der Vorbereitung auf Wahlen teilnehmen, den Atomkoffer sehen und das Kremlbüro von Jelzin besichtigen.

In dem Jelzin Zentrum befindet sich das Urkundenarchiv über die 1990er Jahre, Art-Galerie, das Bücherladen „Piotrowskij“, das Café „1991“, ein Konferenzsaal, ein Kinderzentrum und ein Zentrum der Dokumentarfilme. Im Atrium werden Festivals, Workshops, Konzerte, poetische Lesungen und Vorstellungen veranstaltet.

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1980 haben sich mehrere literarische Museen, die Schriftstellern im Ural gewidmet wurden, vereinigt. Heutzutage gehören zu dem vereinigten Schriftstellermuseum im Ural 10 Objekte.

Im literarischen Mamin-Sibirjak-Gedenkmuseum kann man über das Leben und Schaffen des Prosaschriftstellers, Dramatikers und des Autors vom Roman „Die Priwalowschen Millionen“ über die Entwicklung der Industrie im Ural lernen.

Das Baschow-Gedenkenmuseum wurde vom Besitzer erbaut. Es wurde am Haus nichts geändert. Die einzigartige Bibliothek ist auch erhalten geblieben, in der sich alte Bücher befinden, die der Märchenschriftsteller sammelte.

Im literarischen Reschetnikow-Gedenkmuseum sehen Besucher eine rekonstruierte Poststelle des 19. Jahrhunderts. Die Ausstellung macht Gäste mit einem der schwierigsten und romantischsten Berufe des 19. Jahrhunderts bekannt und erzählt über tragisches Schicksal eines der unverdient vergessenen Meister des kritischen Realismus, weil Fjodor Reschetnikow in der Familie des Postboten geboren ist.

Mitarbeiter des vereinigten Museums führen Forschungsarbeiten, veranstalten temporäre Ausstellungen und präsentieren Bücher und organisieren Literaturabende. Fast alle Gebäude des vereinigten Schriftstellermuseums im Ural liegen im Literaturviertel.

Das Swerdlower Filmstudio wurde am 9. Februar 1943 während des Zweiten Weltkriegs eröffnet. Seitdem wurden hier über 200 Spielfilme und 600 Dokumentarfilme, hunderte populärwissenschaftliche Filme und ca. 100 Zeichentrickfilme gedreht.

Hier werden 5 verschiedene Führungen für Gruppen von 12 bis 35 Personen angeboten. Während der Führung „Show der Kostüme und des Zubehörs“ werden Sachen vorgestellt, die bei Dreharbeiten verwendet wurden, Besucher lernen Kostümbildner kennen, der über Geheimnisse seiner Arbeit erzählt. Man kann sogar einige Kostüme anprobieren. Im Studio für Filmschminke und Perücke können Besucher selbst etwas Neues kreieren. Sie können sogar ihren eigenen Film drehen oder den Ton aufnehmen. Alle Führungen sind nur nach Voranmeldung möglich.

Donat Sorokin/TASS

Zum Swerdlower Gebietsheimatkundemuseum gehören 8 Ausstellungsorte in Jekaterinburg und 9 Nebenstelle in anderen Städten der Oblast Swerdlowsk. Das Museum wurde 1870 von Mitgliedern des Uraler Vereins für Naturwissenschaft gegründet. Die Ausstellung beinhaltet Sammlungen für Geschichte, Natur, Völkerkunde, Kunst und Kultur der Region.

Im Museum für Geschichte und Archäologie Urals kann man das Holzidol aus dem Schigir-Moor sehen, eine der ältesten Holzskulptur in der Welt. Im Museum für Natur werden Mammut- und Höhlenbär-Skelett und ausgestopfte Tiere und Vogel der Oblast Swerdlowsk ausgestellt.

In dem Ernst Neiswestnyi-Kunstmuseum stehen Skulpturen des berühmten Bildhauers. Im Popow-Museum für Radio kann man über das Leben des Erfinders des Radios erfahren, die Entwicklung dieser Branche verfolgen und Technik Anfang des 20. Jahrhunderts betrachten.

In dem alten Museumsklub „Agafurow-Haus“ werden Workshops, Bühnenshows, Quests, Spiele und andere Programme veranstaltet.

Im Museumsausstellungszentrum „Poklewski-Kosell-Haus“ befindet sich eine Dauerausstellung, die dem Alltag und Interessen der Bewohner der Stadt des 19. Jahrhunderts gewidmet ist. Hier werden auch Ausstellungen berühmter Künstler organisiert.

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Uraler Filiale des Staatlichen Zentrums für moderne Kunst existiert in Jekaterinburg seit 1999. Ausstellungen finden im Zentrum das ganze Jahr lang. Hier werden Gemälde, Installationen, Skulpturen und Fotos von Künstlern aus der ganzen Welt ausgestellt. Zu unterschiedlichen Zeiten wurden u. a. Arbeiten lokaler Art-Gruppen „Wohin laufen Hunde“ und „Die Bösen“, ungewöhnliche Objekte von Rostan Tawasiew aus Moskau, Projekten von Hendrik Kerstens aus den Niederlanden und Tom Klimowsli aus Frankreich vorgestellt. Aktuelle Information über Ausstellungen findet sich auf der Internetseite des Zentrums.

Mitarbeiter veranstalten die Uraler industrielle Biennale für moderne Kunst, unterstützen Künstler der Region, führen Bildungsprogramme, Art-Festivals, Filmdarbietungen und verschiedene Feiern durch.

Donat Sorokin/TASS

Das Zentrum für Fotografie „Mart“ existiert in Jekaterinburg seit Herbst 2015. Sein Gründer ist der Leiter der Swerdlower Filiale des Vereins für Fotokünstler und der bekannte Fotograf Denis Tarasow.

Die erste Ausstellung war „Realnonerealno“ („echt-unecht“) mit den Arbeiten russischer Fotografen und Preisträger des Fotowettbewerbes World Press Photo Alexander Gronskij, Danila Tkatschenko und Nikita Scholochow. Das zweite Projekt war die Ausstellung bester Aufnahmen von belebter Natur der ganzen Welt.

Außerdem finden in „Mart“ Filmdarbietungen statt, arbeiten eine Fotoschule für Kinder, ein Fotoklub, ein Bibliothek und ein kleines Café.


Donat Sorokin/TASS

Das Museum für Geschichte liegt im Zentrum der Stadt in dem Gebäude der 1820er Jahren. Seit 1940 und bis zur großen Rekonstruktion, die 1995 beendet wurde, befand sich hier das Museum des russischen Revolutionäres und führenden Politikers Jakow Swerdlow.

Heutzutage hat das Museum einen neuen Namen und eine neue Konzeption. Die moderne Ausstellung ermöglicht durch die alte Stadt zu bummeln, die Geschichte des ältesten Hauses der Stadt zu erfahren, einen Film über die Entwicklung der Stadt zu schauen, vom Weltall auf die Stadt zu schauen und über hervorragende Einwohner zu erfahren.

Besucher können Portraits der Einwohner der Stadt Anfang des 20. Jahrhunderts sehen, sich im 20. Jahrhundert im Ural produzierte Kleidung und Schuhe ansehen. Besucher sind auch zu Verlesungen, Treffen, Buchvorstellungen, Performances mit Tänzen, Konzerten und Volksfeiern eingeladen. Das Museum postet aktuelle Information über Ausstellungen und Veranstaltungen auf seiner Internetseite und in sozialen Netzwerken.

Nach der Ausstellung lohnt es sich, ein anderes Gebäude vorbeizukommen, das sich in der Nähe liegt. Hier befindet sich das Museum für Fotografie „Metenkow-Haus“. Die Sammlung verfügt über alte Fotos, die Weniamin Metenkow aufgenommen hat, und moderne Fotos der Künstler aus der ganzen Welt.

Das Museum für Steinschneide- und Schmuckkunst befindet sich in dem Gebäude der ehemaligen Apotheke der Bergbehörde, das 1821 erbaut wurde. Die Sammlung beinhaltet Steinschneidearbeiten verschiedener Zeiten. Die ältesten sind aus dem 18. Jahrhundert, darunter die einzige im Ural 1,5 m hohe Vase aus Kalkaner Jasper.

Im Museum sind die einmalige Sammlung der Steinstempel vom verdienten Uraler Steinschneider Nikolaj Tataurow ausgestellt, sowie Schmucksachen von Faberge, 11 Wandbilder, die Märchen von Pawel Baschow darstellen, Smaragdstufen „Swesdar“ und „Neujahr“ und Demantoid Alexandrowa, der einzigartige grüne Granat.

Hier finden auch Ausstellungen, Workshops und Feiertage für Kinder und Erwachsene statt.

Donat Sorokin/TASS

Das Jekaterinburger Kunstmuseum wurde 1936 gegründet. Heutzutage befindet sich es in zwei Gebäuden. Das erste ist das rekonstruierte Gebäude des Krankenhauses des Jekaterinburger Eisenwerk, das zweite ist das ehemalige Haus des Kaufmanns Bardygin, das heute rekonstruiert wird.

Das Museum verfügt über unterschiedliche Sammlungen: westeuropäische Kunst des 14. bis 19. Jahrhunderts, russische Kunst des 17. bis Anfang des 20. Jahrhunderts, russische Avantgarde, moderne naive Kunst neben dem berühmten Uraler Kunstguss und Arbeiten lokaler Goldschmiede.

Der größte Schatz des Museums ist die Kasli Gusseisenhalle, das 1900 für die Weltausstellung in Paris gebaut wurde. Diese Halle wurde in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen. Außerdem befinden sich in der Sammlung Werke russischer Avantgardisten, wie Kasimir Malewitsch, Natalja Gontscharowa und Michail Larionow, Wassilij Kandinsky und viele andere.

Hier werden Ausstellungen, Workshops, Musikabende, Konzerte, Vorlesungen, Führungen und Treffen veranstaltet.

Jewgenij Kurskow/TASS

Das Wyssozki-Museum in Jekaterinburg wurde zum 75-Geburtstag des Schauspielers, Dichters und Musikers am 25. Januar 2013 eröffnet. Das Museum liegt in dem gleichnamigen Business Center. Die Anregung dazu gab der Geschäftsmann, Immobilienentwickler und Sammler Andrej Gawrilowskij.

Im Museum befinden sich Kinderfotos von Wladimir Wyssozki, seine Briefe an Verwandte, Plakate und Theaterrequisit, Lieblingsschalplatten und vieles andere. Einige Gegenstände hat sein Sohn Nikita dem Museum übergeben. Zu den wichtigsten Exponaten zählen das Auto Mercedes von Wladimir Wyssozki, seine von Alexander Silnizkij lebensnah nachempfundene Wachsfigur und das aufgebaute Zimmer des Hotels „Bolschoj Ural“, in dem der Künstler zwei Mal übernachtete, als er 1962 nach Swerdlowsk kam. Hier werden Konzerte, poetische Abende und Treffen von seinen Fans veranstaltet.

Die Stadt Beresowskij ist 12 km von Jekaterinburg entfernt. Es lohnt sich jedoch, diese Stadt wenigstens wegen des Museums des Goldes zu besuchen. Das Edelmetall wurde hier 1745 entdeckt, seit dieser Zeit wurden über Tausend Gruben eröffnet, einige funktionieren immer noch.

Im Museum erfahren Besucher, wie das Gold russische Wirtschaft im 18. Jahrhundert geändert hat und wie Ural im Goldrausch war. Den Besuchern werden alte Arbeitsinstrumente der Goldförderer sowie moderne Instrumente vorgestellt, die von Ingenieure und Arbeiter Bergverwaltung von Beresowsk zur Verfügung gestellt wurden.

Jewgenij Kurskow/TASS
Die Galerie für moderne Straßenkunst „Switer“ ist die ungewöhnlichste Galerie in der Stadt. Sie wurde im Winter 2014 in einer Villa aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eröffnet. Diese Galerie bietet gemütliche Bedingungen für Straßenkünstler an. Fast jeden Monat werden hier neue Ausstellungen organisiert. Besucher bewerten Graffiti, Fotos, Installationen, Gemälde und andere Werke der Straßenkunst. Hier befinden sich Werke von Tima Radja, Slawa PTRK, Art-Gruppe „Die Bösen“ und Rayons. Hier werden auch verschiedene Vorlesungen, Workshops, Festivals, Konzerte, poetische Abende und Treffen veranstaltet. Hier finden Vorstellungen, Schulungen und Filmdarbietungen statt. Das aktuelle Programm für die neue Woche kann man auf Accounts der Galerie in sozialen Netzwerken.