Das Königstor in Königsberg

Das alte Königsberg war eine Stadtfestung, in die man nur durch eines der zehn Toren hinkommen kann. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind nur sieben davon geblieben. Hier können Touristen mehrere Ausstellungen besuchen, Kaffee trinken und verschiedene Stile deutscher Architektur genießen.

Ruslan Schamukow/TASS
Das Stadtmuseum „Das Friedländer Tor“ existiert erst seit 2002. Es befindet sich in einer gleichnamigen Befestigung, die zum Befestigungsgürtel von Königsberg gehörte. Das Friedländer Tor wurde im Jahr 1862 voraussichtlich nach dem Entwurf des deutschen Baumeisters Friedrich Stüler errichtet. Am Tor sind zwei Skulpturen von Komturen des Dt. Ritterordens zu bewundern. Die Sammlung des Museums ist vor allem dem Stadtleben des Vorkriegsstadt gewidmet. Im Museum „Das Friedländer Tor“ können Sie einen virtuellen Spaziergang durch Straßen des Ostpreußens mithilfe der „lebendigen“ Archivfotos machen.
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Das Brandenburger Tor in Königsberg ist im Stil der Neogotik gebaut. Es ist das einzige ehemalige Königsberger Stadttor, das heute noch durchfahren werden kann, weil die Straße uliza Bagrationa durch das Tor hindurch führt. Die Funktion des Tors begrenzt sich heutzutage lediglich darauf, eine Durchfahrt in die Stadt zu sein. Das Tor steht in der Nähe des Südbahnhofs, des wichtigsten Personenbahnhofs der russischen Stadt Kaliningrad. Benannt ist es, wie das berühmte Brandenburger Tor in Berlin, nach der Ordensburg Brandenburg, deren Ruine sich in dem heutigen Uschakowo Südwesten von Kaliningrad befindet.

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Hinter den Toren der früheren Festung Groß Friedrichsburg erlernte Peter der Große vor einigen Jahrhunderten die Kunst der Artillerie und die Grundrisszeichnungen basierten auf jenen der Peter-und-Paul-Festung in Sankt Petersburg. Jetzt ist das Tor das einzige, das von der früheren Festung erhalten geblieben ist. Dort befindet sich eine Filiale des Ozeanmuseums, wo sich eine Ausstellung des Schiffbauwesens befindet. Darüber hinaus kann man im Friedrichburgtor Kurse der Navigationsschule besuchen oder das Arbeitszimmer von Peter dem Großen besichtigen. Im Hof gibt es eine Sammlung von traditionellen Fortbewegungsmitteln auf dem Meer bei unterschiedlichen Völkern.
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Am Platz Marschalla Wassilewskogo steht das Roßgärter Tor, das, wie alle Festungen am Litowskij Wal, in den 1850er Jahren gebaut wurde. In der Tormitte lag die Durchfahrt durch einen breiten, 4m hohen Bogen, wobei zu beiden Seiten je 3 Kasematten angeordnet sind. Am Tor über den Hauptbogen lassen sich Medaillions mit den Köpfen der Generale Gerhardt Scharnhorst (1755-1813) und August Wilhelm von Gneisenau (1760-1831) entdecken. Vor 40 Jahren wurde das Tor restauriert. Heutzutage ist hier das Restaurant Solnetschnyj Kamen (Sonnenstein) geöffnet. In der unmittelbaren Nähe vom Roßgärter Tor befindet sich der Dohnaturm.
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Eine weitere Filiale des Ozeanmuseums befindet sich im historischen Teil der Stadt. Zum 750-jährigem Jubiläum von Kaliningrad oder Königsberg wurden diese zwei Museem zum Wahrzeichen der Stadt. Das Ozeanmuseum wurde in Rekordzeit restauriert. Die Ausstellungen im Königstor geben Besuchern die Möglichkeit, in die Vergangenheit zu reisen und etwas über die Entstehung und Entwicklung der Stadtfestung, über den Besuch berühmter Personen in Kaliningrad und über Geheimnisse der russischen Diplomatie sowie der uralten Verbindungen dieses Gebiets mit Russland zu erfahren und sie können darüber hinaus Tee in einer mittelalterliche Apotheke genießen.

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Das Sackheimer Tor wurde im 19. Jahrhundert gebaut. Das Tor hat sehr schnell seine Abwehrfunktion verloren und ist ein Triumphbogen der Stadt geworden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde seine Funktion wieder geändert. Bis 2006 wurde das Tor als Lager genutzt Danach wurde dieses Denkmal restauriert. 2013 wurde es dem Künstlerbund Kaliningrad für Ausstellungen, Vorlesungen und Workshops überlassen.