Die Stadt der Zauberparke

Es ist viel schöner, einen Spaziergang vom Arboretum in Sotschi durch das Zentrum der Stadt bis zum Park „Riviera“ zu machen.

Alexander Demʹjantschuk/TASS
Den Park vom Berg bis zum Meer hat Ende des 19. Jahrhunderts der reiche Unternehmer, Herausgeber, Balletthistoriker und Schriftsteller Sergej Chudekow angelegt. Innerhalb von 100 Jahren ist der Park eines der schönsten Dendrarien der Welt geworden. Der Pflanzenreichtum sieht wie ein Zauberwald aus. Es lohnt sich zusammen mit dem Ticket eine Karte zu kaufen, um nichts zu verpassen. Im Unteren Park ist ein Rosengarten mit 70 verschiedenen Rosenarten angelegt. Hier wächst ein Bambushain, liegt ein Teich mit Schwänen und Pelikanen. Auf dem Fußweg laufen Sumpfbiber und springen Eichhörnchen.

Hinter dem Kurortny Prospekt ist der Eingang in den Oberen Park, der viel größer ist. Unter Palmen, japanischen Kirschblüten, Zypressen und Küstenmammutbäumen wurden Springbrunnen, künstliche Grotten, Gartenhäuschen und Gewächshäuser aufgebaut. Im Park finden sich Schilder mit QR-Codes, damit man mit Handys und einer App viel Interessantes über fast alle Bäume und Blumen im Dendrarium erfahren kann.

Zwischen dem Unteren und Oberen Park verläuft eine Seilbahn und nicht weit von den oberen Station befindet sich eine Aussichtsplattform auf Meer.

Der Ausstellungsraum des Gewächshauses: Di-Do; Sa, So 10:00-12:00, 13:00-17:00.
Blumenpavillon: Mo–So 10:00-18:00
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Im Institut für Blumenzucht neben dem Arboretum wächst wahrscheinlich das bekannteste in Russland botanische Wunder - „der Baum der Freundschaft“: Wildzitronenbaum, der seit 1934 mehrmals geimpft wurde und infolge dessen wachsen auf diesem Baum nicht nur Zitronen, sondern auch Mandarinen, Orangen, Clementinen, Zwergorangen und Grapefruits.

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Zwischen den Privathäusern auf der Straße uliza Pawla Kortschagina steht im Garten das Haus des sowjetischen Schriftstellers Nikolai Ostrowski, das in das literarische Museum umgestaltet wurde. Sein Roman „Wie der Stahl gehärtet wurde“ ist eines der bekanntesten Beispiele für die Literatur des Sozialistischen Realismus. Der Schriftsteller, der als freiwilliger Soldat im Bürgerkrieg kämpfte, war in der UdSSR sehr populär.

Das einstöckige Haus wurde 1935 gebaut und war ein Geschenk von der Regierung der UdSSR an Nikilai Ostrowski. Der Schriftsteller, der im Alter von 24 Jahren wegen einer schweren Krankheit bettlägerig wurde, hat in diesem Haus ein halbes Jahr verbracht. Das Museum wurde 1937 schon nach dem Tod des Schriftstellers geöffnet. Mitarbeitern ist es gelungen, nicht nur die Einrichtung des Hauses, sondern die Atmosphäre jener Zeit beizubehalten. Im Jahr 1956 neben dem Haus des Schriftstellers wurde ein zweistöckiges Gebäude aufgebaut - der literarische Teil des Museums.

Heutzutage werden hier literarische und Kunstausstellungen organisiert, auch verschiedene Ausstellungen des Kunstgewerbes und der Volkskunst. Eine der hervorragenden Veranstaltungen ist die Aktion „Die Nacht der Musseen“.

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In dem Kunstmuseum in Sotschi ist eine Sammlung der russischen Malerei und Grafik des 19. - 20. Jahrhunderts ausgestellt: Landschaften von Iwan Aiwasowski und Iwan Schischkin, Stilleben von Pjotr Kontschalowski und Ilja Maschkow, Gemälde von Walentin Serow, Boris Kustodijew und Alexander Deineka. Das Museum ist auf Msymta Schatz besonders stolz. Dies ist eine große Sammlung von Gegenständen aus Eisen, Bronze, Silber und Gold aus dem sarmartischer und altgriechischer Herkunft, die 1997 am Fluss Msymta gefunden wurden.
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Das Geschichtsmuseum der Stadt bewahrt die wichtigsten Schätze dieser Region. Die Hauptsammlung wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von einem Kaukasischen Bergverein zusammengestellt: in den Bergen gefundene Mineralien, Herbarium aus örtlichen Pflanzen und Artefakte der Einheimischen. Die Sammlung ist so groß geworden, dass sie es ermöglicht, die Geschichte des ganzen Südteils Russlands kennenzulernen.

Im Hof des Museums steht ein vorgeschichtlicher Dolmen aus dem Dorf Lazarewskoje. In den Sälen befinden sich Ausstellngen über die Geschichte von Sotschi. Hier finden sich Werkzeuge, Pfeile und Tonschalen der Bronzezeit. Hier steht auch ein Schiff mit türkischen Jatagans und Schaschkas von Kosaken. Außerdem gibt es im Museum das Diorama mit Bären, Steinböcken und Birkhühnern; Miniaturen alter Sommerhäuser, Waffensammlung der Weißen und der Roten Armee, Grammophone und Geschirr aus den ersten sowjetischen Sanatorien. Hier befindet sich auch die Kapsel des Raumschiffs „Sojus 9“, in der Andrijan Nikolajew und Witali Sewastjanow aus dem All auf die Erde zurückgeflogen sind. In 1970, blieben die beiden Kosmonauten mehrere Tage lang zur Erholung und Beobachtung in einem Krankenhaus in Sotschi nach dem längsten zu jener Zeit Raumflug, der 17 Tage lang dauerte.
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Vom Geschichtsmuseum gehen Sie hinab zur Uferstraße und dann zum Park „Riviera“. Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts geöffnet und vor der Revolution war er wirklich eine Riviera. Die Besucher kamen hierher, um spazierenzugehen, frische Luft zu atmen, die Meersicht zu genießen und Sekt zu trinken. Im Mai 1961 wurde im Park die Kosmonauten Allee gemacht. Die erste Magnolie hat hier der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin gepflanzt. Heutzutage ist „Riviera“ ein klassischer Erlebnispark. Die Besucher finden hier Attraktionen für jeden Geschmack, Tennis- und Sportplätze und das grüne Theater - die Hauptbühne für Sommerauftritte verschiedener Musiker: von Larisa Dolina und Semfira bis Nazareth und Smokie.
Alexander Demʹjantschuk/TASS
Das größte Ozeanarium an der Schwarzmeerküste ist seit 2009 eröffnet. Zum Ozeanarium gehören 30 Aquarien mit insgesamt fünf Mio Liter Wasser, 40 Meter langer durchsichtiger Unterwassertunnel und tropischer Regenwald mit einem Wasserfall. Unter den unterschiedlichen Lebewesen des Ozeonariums ziehen besonders Haie, Muränen, Quallen, Korallen, Rochen und Schildkröten die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Besucher beobachten sie stundenlang. Sie können auch an der Fütterung einiger Fische teilnehmen. Besonders Begeisterte können in dem größten Aquarium tauchen, nachdem sie die Schulung gemacht und anschießend ein Tauchschein bekommen haben.

Artur Lebedew/TASS
Im Delphinarium finden Veranstaltungen mit großen Tümmlern, Seebären und Seelöwen zweimal täglich statt. Gegen extra Bezahlung kann man mit Delphinen schöne Fotos machen und sogar sich an der Rückenflosse haltend mit ihnen schwimmen.