Fußballadressen

Fußballadressen
Nicht jeder sieht das, aber in Moskau gibt es viele Gedenktafeln über Fußball und Fußballspieler. Welcome2018 erzählt die Geschichten derer, denen sie gewidmet sind, mit Hilfe ihrer Verwandten, Freunde und Teamkollegen.
Fußballadressen
Nicht jeder sieht das, aber in Moskau gibt es viele Gedenktafeln über Fußball und Fußballspieler. Welcome2018 erzählt die Geschichten derer, denen sie gewidmet sind, mit Hilfe ihrer Verwandten, Freunde und Teamkollegen.
Gedenktafeln: Tschapajewskij Pereulok, 18/1. Uliza Millionnaja 15,Gbd.1
Denkmäler: der Luschniki Sportkomplex, das Dynamo-Stadion, die Alleja Rossijskoj Slawy vor der Russischen Staatlichen Universität für Körperkultur
Straßen: Uliza Lwa Jaschina (Moskau, Togliatti, Grosny)
Olympischer Meister (1956), Europameister (1960)
Lew Jaschin
Dem legendäre Lew Jaschin sind nicht nur Tafeln und Monumenten gewidmet. Zu seinen Ehren sind Straßen in drei russischen Städten benannt worden.
Der größte Torhüter des 20. Jahrhunderts wurde 1929 am östlichen Stadtrand von Moskau (heute der Stadtteil Bogorodskoje) geboren. Hier, im Haus 15, Gbd.1 in Millionnaja Straße wohnte er vor Beginn des Großen Vaterländischen Krieges. Das gelbe Backsteingebäude mit sechs Stockwerken konnte bis heute nicht überleben: In den späten 1980er und frühen 1990er Jahren wurde der Abriss des Hauses geplant.
Am 70. Geburtstag des großen Torwarts errichtete das Kommando des Moskauer Bezirks der Inneren Truppen eine Gedenktafel zu Ehren von Lew Jaschin. Seitdem hat die Rede über den Abriss aufgehört.

In der Mitte der 60er zog das Ehepaar Jaschin zu einem der damals besten Moskauer Viertel in der Nähe des Pestschanaja Platzes. Wohnungen in diesen Häusern erhielten viele berühmte sowjetische Sportler.

Die Wohnungen in diesem Haus im Tschapajewskij Pereulok erhielten viele berühmte sowjetische Athleten.
„Lew und ich haben nicht besonders gern mit unseren Gäste prahlten", sagt die Witwe Walentina Timofeewna Jaschina - Obwohl wir viele andere Fußballspieler oder Schauspieler zu Besuch hatten. Letztere haben uns oft zu Aufführungen eingeladen."

Lew Jaschin wurde schon zu Lebzeiten eine Legende. Er gewann das olympische Gold in Melbourne und die Europameisterschaft und ist immer noch der einzige Torhüter, der den Preis für den besten Spieler des Jahres der FIFA - Goldener Ball erhielt. Allein in Moskau hat Jaschin drei Denkmäler, seinen Namen tragen Straßen in Grosny, Togliatti und dem neuen Moskauer Bezirk Nekrasowka.
Ich lade niemanden zum Jahrestag von Lew, aber die Leute kommen auch ohne Einladung. Und nicht nur seine Partner von Dynamo - viele von Spartak und dem Zentralen Armeesportklub. An sein Grab auf dem Friedhof Wagankowskoe kamen Pele, Franz Beckenbauer und Michel Platini und andere legendäre Fußballspieler.
Walentina Jaschina
die Witwe von Lew Jaschin
Ich lade niemanden zum Jahrestag von Lew, aber die Leute kommen auch ohne Einladung. Und nicht nur seine Partner von Dynamo - viele von Spartak und dem Zentralen Armeesportklub. An sein Grab auf dem Friedhof Wagankowskoe kamen Pele, Franz Beckenbauer und Michel Platini und andere legendäre Fußballspieler.
Walentina Jaschina
die Witwe von Lew Jaschin
Lew Jaschin wurde als der beste Torhüter des zwanzigsten Jahrhunderts anerkannt, wie in der Gedenktafel erwähnt, die ihm gewidmet ist
Gedenktafeln: Frunsenskaja Nabereschnaja 50
Olympischer Meister (1956), Europameister (1960) in der Funktion als Trainer
Gawriil Katschalin
Gawriil Katschalin wurde nicht nur als Fußballspieler, sondern auch als Trainer berühmt
Einer der Pioniere des sowjetischen Fußballs, der 1937 und 1940 als Teil des Moskauer Dynamo die Meisterschaften der Sowjetunion gewann, wurde als hervorragender Trainer berühmt.
Es war Gawriil Katschalin, der das Team der UdSSR zum ersten großen Erfolg in der internationalen Arena führte - dem Sieg bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne. Zum ersten Mal in der Geschichte der Europameisterschaft gewann das sowjetische Team um Katschalin Goldmedaillen. Seit dieser Zeit wurde dieser Erfolg weder von sowjetischen noch von russischen Spielern wiederholt. Gawriil Dmitriewitsch leitete die Nationalmannschaft der Sowjetunion bei drei Weltmeisterschaften (1958, 1962 und 1970), und jedes Mal kam die UdSSR-Mannschaft aus der Gruppe weiter.

Im Hof des Hauses, in dem Gawriil Katschalin lebte, gibt es heute einen Fußballplatz
„Ich habe die bereits Aufmerksamkeit von Gawriil Dmitriewitsch als Schüler der zehnten Klasse bekommen, als ich Zweiter in der Nationalmannschaft von Rostow am Don in der Jugendmeisterschaft des Landes war," erinnert sich Wiktor Ponedelnik, der Schütze des siegreichen Tores im Endspiel der Euro 1960. „Wenig später lud Katschalin mich in die UdSSR-Nationalmannschaft ein, obwohl ich für die Mannschaft der B-Klasse, der zweitstärksten Liga des Landes, spielte. Für diese Zeit war die Entscheidung des Trainers eine echte Sensation. Ich bin Gawriil Dmitriewitsch immens dankbar für seine Erfolge, und er wird für immer als erstes Lehrer und Mentor in meinem Herzen bleiben."

Im Jahr 2012 wurde an dem Haus in der Frunsenskaja Uferstraße 50 eine Gedenktafel zu Ehren des großen Fußballtrainers angebracht.
Und im Hof seines Hauses befindet sich ein kleines Stadion, das nach Gawriil Dmitriewitsch benannt ist. Obwohl nach dem Tod von Katschalin der Sportplatz beinahe abgerissen worden wäre. Jemand wollte dieses Territorium bebauen, deshalb haben ich und einige andere Spieler eine Initiativgruppe gegründet. Wir sammelten Dokumente, Unterschriften, gingen zu den Behörden, traten im Fernsehen auf und verteidigten es schließlich! Auf diesem Platz spielen die Jungs bis heute noch Fußball.
Wiktor Ponedelnik
Fußballspieler
Und im Hof seines Hauses befindet sich ein kleines Stadion, das nach Gawriil Dmitriewitsch benannt ist. Obwohl nach dem Tod von Katschalin der Sportplatz beinahe abgerissen worden wäre. Jemand wollte dieses Territorium bebauen, deshalb haben ich und einige andere Spieler eine Initiativgruppe gegründet. Wir sammelten Dokumente, Unterschriften, gingen zu den Behörden, traten im Fernsehen auf und verteidigten es schließlich! Auf diesem Platz spielen die Jungs bis heute noch Fußball.
Wiktor Ponedelnik
Fußballspieler
Im Haus an der Frunsenskaja Uferstraße lebte Gawriil Katschalin von 1957 bis zu seinem Tod 1995
Gedenktafel: Uliza Sadowaja-Triumfalnaja 4/10
Zweifacher Meister der UdSSR (1945, 1949) als Fußballspieler, Silbermedaillengewinner der Europameisterschaft (1964), Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele (1980) als Trainer
Konstantin Beskow
Konstantin Beskow ist ein einzigartiger Trainer: Er hat fast alle Moskauer Mannschaften angeführt
„Eine Gedenktafel an dem Haus und ein Denkmal auf dem Friedhof wurde vom Fußballverein Dynamo als Zeichen seiner Dankbarkeit errichtet," erzählt der Enkel des renommierten Trainers Grigorij Fedotow. „Das Denkmal auf dem Friedhof Wagankowskoe wurde von dem berühmten Bildhauer Alexander Rukawischnikow geschaffen, der Denkmäler für Wladimir Wysozkij, Juri Nikulin, Sergej Michalkow und viele andere herausragende Persönlichkeiten geschaffen hat. Ich halte das Denkmal für Konstantin Iwanowitsch für ein Meisterwerk: Gegenüber dem Grabstein befinden sich Skulpturen von zwei Jungen mit einem Fußball. Beskow - ein echter Mann des Fußballs!"
Er ist wahrscheinlich der einzige Trainer, der alle Moskauer Mannschaften angeführt hat. Und keiner der Fans verübelt ihm dies. Im Gegenteil, die Dynamo betrachten ihn als den Ihrigen und die Spartakisten ebenso. Sogar auf dem Denkmal selbst, auf dem Friedhof von Wagankowskoe auf den Statuen der Kinder haben die Fans Schals gehängt: einer - rot und weiß für Spartak, der zweite - weiß und blau für Dynamo.
Grigorij Fedotow
Der Enkel von Konstantin Beskow
Er ist wahrscheinlich der einzige Trainer, der alle Moskauer Mannschaften angeführt hat. Und keiner der Fans verübelt ihm dies. Im Gegenteil, die Dynamo betrachten ihn als den Ihrigen und die Spartakisten ebenso. Sogar auf dem Denkmal selbst, auf dem Friedhof von Wagankowskoe auf den Statuen der Kinder haben die Fans Schals gehängt: einer - rot und weiß für Spartak, der zweite - weiß und blau für Dynamo.
Grigorij Fedotow
Der Enkel von Konstantin Beskow
„Mein Großvater wollte nicht sehr gern zu Hause bleiben", fährt der Enkel von Konstantin Beskow fort. „Er ist oft entlang der Twerskaja Straße spazieren gegangen, besonders auf seiner Lieblingsroute in der Richtung des Puschkin-Platzes und des Kremls. Wahrscheinlich ist es nie vorgekommen, dass Konstantin Iwanowitsch von Passanten nicht gegrüßt wurde. Natürlich wurde er sofort erkannt, gestoppt, und gebeten über Fußball zu reden. Er war ruhig in Bezug auf den nationalen Ruhm, sogar mit etwas Humor. Und niemals weigerte er sich mit jemandem zu reden. Er wurde am Rogoschskij Stadtrand geboren, wo er bei seinem alten Haus ein Taubenhaus hatte, das er auch nach dem Umzug nicht vergessen hatte. Fast jedes Wochenende war er dort, auch nachdem er eine Wohnung an Sadowaja-Triumfalnaja bekommen hatte."

Die Gedenktafel an dem Haus, in dem Konstantin Beskow lebte, wurde durch die Bemühungen des Klubs Dynamo angebracht

Die Gedenktafel an dem Haus, in dem Konstantin Beskow lebte, wurde durch die Bemühungen des Klubs Dynamo angebracht
„Mein Großvater wollte nicht sehr gern zu Hause bleiben", fährt der Enkel von Konstantin Beskow fort. „Er ist oft entlang der Twerskaja Straße spazieren gegangen, besonders auf seiner Lieblingsroute in der Richtung des Puschkin-Platzes und des Kremls. Wahrscheinlich ist es nie vorgekommen, dass Konstantin Iwanowitsch von Passanten nicht gegrüßt wurde. Natürlich wurde er sofort erkannt, gestoppt, und gebeten über Fußball zu reden. Er war ruhig in Bezug auf den nationalen Ruhm, sogar mit etwas Humor. Und niemals weigerte er sich mit jemandem zu reden. Er wurde am Rogoschskij Stadtrand geboren, wo er bei seinem alten Haus ein Taubenhaus hatte, das er auch nach dem Umzug nicht vergessen hatte. Fast jedes Wochenende war er dort, auch nachdem er eine Wohnung an Sadowaja-Triumfalnaja bekommen hatte."
Konstantin Beskow war eine Legende, aber er wandte sich mit Ruhe und mit Humor an die nationale Popularität
Gedenktafel: Uliza Twerskaja 19 A
Gründer der Gesellschaft Spartak, vierfacher Meister der UdSSR als Fußballspieler (1923, 1928, 1931, 1932)
Nikolaj Starostin
Der legendäre Nikita Simonjan bezeichnet Nikolaj Starostin als das Oberhaupt der Spartak-Familie
„Jetzt höre ich oft, wie die Spartak Fußballmannschaft mit einer Familie verglichen wird. Das ist sehr nett, es herrschte die gleiche Atmosphäre in der Mannschaft sowohl zu der Zeit als ich Fußballspieler war und auch als ich Trainer war. Und wenn Spartak eine Familie ist, dann war ihr Oberhaupt Nikolaj Petrowitsch Starostin - ein großartiger, herausragender Mensch, ein echter Intellektueller: in meiner Erinnerung hob er nie seine Stimme an", sagt die Legende von Spartak, Olympiasieger Nikita Simonjan. „Zusammen mit seinen Brüdern schuf er dieses Team, gab ihm einen Namen. Und die Meinungen sind immer noch unterschiedlich: Die Einen sagen, dass die Idee, den Klub „Spartak" zu nennen, wurde geboren, weil auf der Fensterbank im Starostin-Haus das gleichnamige Buch von Rafaello Giovagnoli stand. Die Anderen, das es zu Ehren der Anti-Hitler-Bewegung in Deutschland der 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts geschah."

„Nikolai Petrowitsch begrüßte die Gäste immer mit Freude: Jeder Fußballspieler, Trainer konnte ihn besuchen", fährt Nikita Simonjan fort. „Und wenn die Leute ihn in der Twerskaja Straße erkannten, hielt er immer an, verweigerte sich niemandem! Er war bereit, mit jedem Passanten endlos über Fußball zu reden."
Nikolaj Starostin wurde oft von Passanten in der Twerskaja Straße erkannt, und er hielt immer an, um mit ihnen über Fußball zu sprechen
Dank Nikolaj Petrowitsch bin ich der Haupttrainer von Spartak geworden. Nach der Tournee nach Lateinamerika im Jahr 1959 beschloss ich, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen. Gleich nach dem tollen Spiel in Kolumbien, wo ich zwei Tore schoss. Nikolaj Petrowitsch nahm meine Bitte nicht nur ruhig an, sondern machte mir auch noch einen verlockenden Vorschlag: „Nikita, möchtest du nicht die Mannschaft übernehmen und Cheftrainer von Spartak werden?" Ich war so überrascht: wie soll ich die Spieler jetzt führen, mit denen ich eben noch in einer Mannschaft gespielt hatte. Nikolaj Petrowitsch antwortete in seiner üblichen ruhigen Art: „Werde helfen" Und er hat mir geholfen wie er konnte: Ich musste an nichts anderes als an Fußball denken
Nikita Simonjan
Erster Vizepräsident der RFU
Dank Nikolaj Petrowitsch bin ich der Haupttrainer von Spartak geworden. Nach der Tournee nach Lateinamerika im Jahr 1959 beschloss ich, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen. Gleich nach dem tollen Spiel in Kolumbien, wo ich zwei Tore schoss. Nikolaj Petrowitsch nahm meine Bitte nicht nur ruhig an, sondern machte mir auch noch einen verlockenden Vorschlag: „Nikita, möchtest du nicht die Mannschaft übernehmen und Cheftrainer von Spartak werden?" Ich war so überrascht: wie soll ich die Spieler jetzt führen, mit denen ich eben noch in einer Mannschaft gespielt hatte. Nikolaj Petrowitsch antwortete in seiner üblichen ruhigen Art: „Werde helfen" Und er hat mir geholfen wie er konnte: Ich musste an nichts anderes als an Fußball denken
Nikita Simonjan
Erster Vizepräsident der RFU
Auf Wunsch können Sie neben der Gedenktafel zu Ehren von Nikolaj Starostin die Clubfarben von Spartak sehen.
Gedenktafel: Nabereschnaja Tarasa Schewtschenko 5
Olympischer Meister (1956), Europameister (1960)
Igor Netto
„Es gab noch nie einen und es gibt noch keinen solchen Kapitän bei Spartak wie Igor Netto"
„Bei Spartak war und ist noch nie so ein Kapitän wie Igor Netto gewesen", wieder die Worte der Legende von Spartak Nikita Simonjan. „Er war mehr als der Kapitän - ein echter Anführer! Auf der einen Seite hart und anspruchsvoll und auf der anderen Seite - eine faire, kristallklare Person. Obwohl ich zum Cheftrainer von Spartak ernannt wurde, war Igor skeptisch gegenüber dieser Entscheidung. Schließlich kämpften wir noch vor ein paar Monaten auf dem Fußballfeld Schulter an Schulter. Dann gab es einen echten Konflikt: Wir haben gegen Torpedo mit 0 zu 3 verloren, und ich habe Igor gebeten, Walentin Iwanow zu mäßigen.
Einmal gesagt - es gab keine Aufmerksamkeit, das zweite mal- winkte er ab, das dritte mal - er beschimpfte mich vor allen Spielern! Ich nahm ihn sofort aus dem Spiel und sagte ihm: „Bei Spartak hast entweder du oder ich eine Zukunft." Bei dem Treffen verurteilte das Team ihn und er bat unter Tränen um Verzeihung. Aber ich kannte seinen Charakter - explosiv, aufbrausend. Er selbst konnte in der Zeit, als wir beide Fußballer waren und ich einen Fehler gemacht hatte, mich in der Pause beschimpfen. Wir haben diesen Konflikt überwunden und uns nie wieder an diese Situation in unserem Leben erinnert. Später, als er seine Karriere beendet hatte, sagte ich immer zu ihm: "Igor, komm immer in mein Büro ohne anzuklopfen."

Igor Netto lebte neben einem anderen legendären Spieler von Spartak - Anatolij Iljin
Die Gedenktafel für Igor Netto wurde von Nikita Simonjan und anderen Veteranen von Spartak eröffnet
„Er lebte neben einem anderen legendären Spieler von Spartak Anatolij Iljin," erinnert sich Nikita Simonjan. „Aber ich selbst besuchte ihn in der Taras Schewtschenko Uferstraße wahrscheinlich nur einmal." Diese Wohnung in der Nähe des Hotels Ukraine besorgte ihm Nikolaj Petrowitsch Starostin. Obwohl wir vor einigen Jahren zusammen mit anderen Veteranen von Spartak eine Gedenktafel in Erinnerung an Igor eröffnet haben. Igor war mit der großartigen Schauspielerin des Majakowskij Theaters Olga Jakowlewa verheiratet. Netto selbst liebte das Theater und die Literatur, war eine unglaublich belesene Person, kannte Englisch fast perfekt. Obwohl er den Fußball nicht vergessen hat, auch im Gespräch mit seiner Frau. Zu dieser Zeit gab es auf der Basis von Spartak in Tarasowka nur ein Telefon, und er rief seine Frau an und beschwerte sich über einige der Schafe. Alle hörten zu und verstanden Anfangs nicht worum es ging. Dann stellte sich heraus, dass Igor die Reservemannschaft von Spartak so nannte - Nettos Charakter war kein Zucker, aber niemand war beleidigt. Auf dem Feld konnte er die Partner buchstäblich anknurren, aber wenn der Schlusspfiff ertönte, wurde er in der Umkleidekabine zu einer ganz anderen Person. "
Laut Nikita Simonjan hatte die Wohnung in der Nähe vom Hotel „Ukraine" Nikolaj Starostin für Igor Netto besorgt
Gedenktafeln: Moskau, 3. Frunsenskaja Uliza 1 Kolomna, Avangard-Stadion
Meister der UdSSR (1936 (Frühling), 1937 und 1940)
Sergej Iljin
Der dreimalige UdSSR-Meister im Fußball, der legendäre Sergej Iljin, hat während seiner gesamten Karriere keine einzige gelbe Karte erhalten
„Die Gedenktafel für meinen Vater in der 3. Frunsenskaja Straße wurde vor etwas mehr als drei Jahren eröffnet", sagt die Tochter des berühmten Fußballspielers und Hockeyspielers, Galina Sergejewna. "Und noch früher, im Jahr 2008, gab es eine Tafel im Stadion in seiner Heimat Kolomna. Er hatte eine unglaubliche Gesundheit: Von Kindheit an beschäftigte er sich mit Akrobatik, und als er Fußballspieler wurde, machte er einen Salto und rannte weiter, auch wenn er auf die Füße geschlagen wurde. Und Hockey mit dem Ball auf professionellem Niveau spielte er bis zum 48. Lebensjahr! Als mein Vater noch in Kolomna wohnte, rannten immer hinter ihm eine Gruppe Kinder her. Dennoch, der erste Champion der UdSSR bei Dynamo, Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit. Soweit ich mich erinnere, wurde vor 1941 kein Athlet mit einer solchen Auszeichnung ausgezeichnet, und mein Vater wurde 1937 mit dem Orden ausgezeichnet."
Ich denke, er war der beste Athlet der UdSSR in der Zeit vor dem Krieg. Die Leute in der U-Bahn sind aufgestanden, wenn er in den Wagon eingestiegen ist: es war Respekt gegenüber Sergej Sergejewitsch.
Galina Sergejewna
Die Tochter von Sergej Iljin
Ich denke, er war der beste Athlet der UdSSR in der Zeit vor dem Krieg. Die Leute in der U-Bahn sind aufgestanden, wenn er in den Wagon eingestiegen ist: es war Respekt gegenüber Sergej Sergejewitsch.
Galina Sergejewna
Die Tochter von Sergej Iljin
„Er war absolut nicht arrogant, prahlte nicht mit Ruhm, er war sehr offen, half vielen Mannschaftskameraden", fährt Galina Sergejewna Iljina fort. „Und wie ein wahrer Gentleman hat er sich nie mit Freundlichkeit und Fürsorge für irgendjemanden gepriesen. Ich habe schon viele Geschichten bei der Beerdigung meines Vaters gehört. Das gleiche war auf dem Fußballfeld: In seiner Karriere hat er keine gelbe Karte bekommen, ganz zu schweigen von der Entfernung! Nur wenige Menschen kennen, aber Millionen von Menschen sehen jeden Monat das Bild von Sergej Sergejewitsch. Er wurde zum Vorbild für eines der Basreliefs an der U-Bahnstation Dynamo in Moskau. Ich hatte sogar die Idee, eine Kopie zu machen und sie an die Stelle eines Fotos meines Vaters auf den Grabstein zu stellen. Aber das Basrelief war sehr groß, und die Idee musste aufgegeben werden."

„Mitte der 1950er Jahre wurde meinem Vater eine eigene Wohnung gegeben, als er seine Fußballkarriere bereits beendet hatte," erinnert sich Sergej Sergejewitschs Tochter. Hier, im Viertel an der Frunsenskaja Uferstraße, lebten viele berühmte Leute: Gawriil Katschalin und die berühmte Schauspielerin Natalja Fateewa. Aber vor allem war mein Vater mit dem Schauspieler Nikolaj Krjutschkow befreundet. Damals verstanden sich Sportler und Kulturschaffende sehr gut, luden sich gegenseitig ins Stadion oder ins Theater ein. Ich war einmal zu Gast bei Schostakowitschs Frau, Dmitrij Dmitriewitsch selbst ist gerade dann nach Hause zurückgekehrt. Wir unterhielten uns, und er fand heraus, dass ich die Tochter von Sergej Iljin war. Schostakowitschs Augen leuchteten: Ich erinnere mich, sagt er, er war ein ausgezeichneter Fußballspieler, er ging zum Dynamo, um ihn anzusehen! Ich kehrte nach Hause zurück und sagte zu meinem Vater: „Schostakowitsch lässt dich schön Grüßen." Mein Vater war sehr glücklich. Er liebte die Aufmerksamkeit auf sich selbst, er wartete auf den 90. Geburtstag. Wir überlegten, wie man feiert, weil fast alle seine Teamkollegen der 30-40-er Jahre Mitte der 90er Jahre bereits gestorben waren. Infolgedessen entschied der Sportverein, eine Gedenkfeier während des Spiels Dynamo vs Spartak zu veranstalten. Wir gingen mit ihm in die Mitte des Feldes und das ganze Stadion stand auf. Meinem Vater applaudierten sowohl die Dynamo-Fans als auch die Spartak-Fans: Sie kannten und erinnerten sich an ihn sogar im neunten Jahrzehnt."
Sergej Iljin lebte sehr nahe bei Gawriil Katschalin, so dass man in der Frunsenskaja Uferstraße gleich zwei Fußball-Gedenktafeln sehen kann
Autor:
Nikolaj Tschegorskij


Bildnachweis:
Igor Utkin / TASS, Wiktor Schandrin / TASS Sergej Welitschkin / TASS, Walerij Matyzin / TASS, Dmitrij Serebrjakow / TASS, Stanislaw Krasilnikow / TASS