König des Cups

Die Geschichte eines Fotos

10 Mai 2017
Foto: Igor Utkin / TASS

Am 11. Mai beging der legendäre Trainer des Vereins “Lokomotiv Moskau”, Jurij Sjomin, seinen 70. Geburtstag. Er führte den Klub sowohl 2002 als auch 2004 zu Goldmedaillen.

Erstmals übernahm Sjomin die Mannschaft 1986, als die Eisenbahner lediglich in der ersten Liga der UdSSR spielten. Bereits nach einem Jahr kehrte “Lokomotiv”, nach 7 Jahren Abstinenz, in die Elite zurück, wenngleich sie nach einem Jahr wieder absteigen mussten.

1990 hat Sjomin “Lokomotiv” erstmalig ins Landescupfinale geführt. Damit war “Lokomotiv” einer von fünf Vereinen, die es ins Finale schafften, ohne der Oberliga anzugehören. Den Pokal jedoch konnten sie nicht gewinnen, sie verloren 1:6 gegen den Großen des sowjetischen Fußballs „Dynamo Kiew“. Das erste Finale Sjomins endete demzufolge etwas unrund.

In Folge der Saisonergebnisse 1990 verließ Jurij Sjomin erstmalig diese Trainerbank. Nachdem er “Lokomotiv” ein weiteres Mal in die Oberliga zurückgeführt hat, wollte er seine Kräfte unter extremeren Bedingungen testen und wurde Berater der Nationalmannschaft Neuseelands. Er hat relativ schnell verstanden, dass es wenig bringt, sich mit der Nationalmannschaft Australiens anzulegen und hat beschlossen, zu “Lokomotiv” zurückzukehren, wo man ihm die Aufgabe übertrug, das Team erneut aus dem Sumpf der 1. Liga herauszuziehen.

1991 haben die Eisenbahner den letzten Platz in der Meisterschaft belegt, doch der Klub konnte dank weltweiter Integrationsprozesse gerettet werden: in der Zwischensaison zerfiel die Sowjetunion, und gleichzeitig mit ihr die Meisterschaft, und dank dessen wurde so mancher Platz frei.

Als „Spartak“ in den 90er Jahren eine Meisterschaft nach der anderen gewann, hat “Lokomotiv” etwa gleich häufig im Finale um den Russlandpokal gestanden, welches die Eisenbahner unter Führung von Sjomin fünfmal für sich entschieden (1995/96, 1996/97, 1997/98, 1999/00, 2000/01) und nur ein einziges Mal verloren (1997/98).

2005 verließ Sjomin “Lokomotiv” und kam Ende 2006 in der Rolle als Vereinspräsident zurück. Es ist schon erstaunlich, dass die Eisenbahner gleich daraufhin wieder den Pokal errangen. Doch auf Grund des lediglich 7. Platzes in der Meisterschaft kündigte die Chefetage sowohl Sjomin als auch dem Cheftrainer Anatoli Byschowez.

2016 kam Jurij Sjomin erneut zu “Lokomotiv” zurück, nunmehr zum vierten Mal. Und gleich darauf mit folgendem Ergebnis: am 2. Mai erkämpfte “Lokomotiv” im Olympiastadion Sotschi seinen 9. Landespokal der Geschichte. Für Sjomin war dies seine fünfte Trophäe, was ihm den Titel des Pokalsiegrekordtrainers einbrachte. 

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