Zentraler Kultur- und Erholungspark

Jewgenij Morosow/Welcome2018.com
Der Kaliningrader Zentralpark oder Kalinin-Park, wie ihn bis heute die örtlichen Einwohner nennen, nimmt die Fläche des Königsberger Parks Luisenwahl ein, der nach der Gattin eines seiner ersten Besitzer benannt wurde. Der Ruhm des Parks ist mit einer weiteren Dame namens Luise verbunden - mit der Königin von Preußen und Ehefrau von Friedrich Wilhelm III. In den Jahren 1806 sowie 1808-1809 war das Anwesen im Park ihre Residenz. Königin Luise war bei den Einwohnern Königsbergs äußerst beliebt. Im Park wurde 1874 ihre, von einer Halbrotunde umgebene Büste enthüllt und 27 Jahre später die Königin-Luise-Gedächtniskirche eingeweiht. Die Kirche wurde nach einem Entwurf von Friedrich Heitmann im neoromanischen Stil errichtet. In der sowjetischen Zeit wurde die Kirche restauriert und in ihr ein Puppentheater untergebracht. Heute stellt der Zentralpark einen interessanten Landschaftspark mit Freilichttheater dar, in dem Konzerte und Festivals stattfinden; im Park gibt es Attraktionen für Kinder und Erwachsene sowie Cafés. Die Parkverwaltung ist im hölzernen Jagdhaus des deutschen Kaisers untergebracht, das in den 1950er Jahren aus der Rominter Heide nach Kaliningrad gebracht wurde. Nicht weit davon befindet sich das ungewöhnliche Denkmal für den Baron Münchhausen, mit dem sich die Besucher des Parks gerne photographieren lassen.