Dohnaturm und Bernsteinmuseum

Ruslan Schamukow/TASS
Am südöstlichen Ufer des Oberteiches hielte der Dohnaturm eine Verteidigungslinie der Stadt ( Marschalla-Wassilewskogo-Platz 1). Von der südwestlichen Seite konnte der Wrangelturm diesen Turm unterstützen. Beide Befestigungen sind mit Rücksicht auf Notwendigkeit gebaut Mehrschichtfeuer zu schießen. Der runde gedrungene Turm ist im Durchmesser von 34 m und mit der Höhe von 12 m. Er hat zwei ebenerdige Geschosse, einen Tiefgeschoss und ein Kellersystem. Es gibt hier 42 Kasematten, die enfiladenartig rundherum in zwei Staffeln ausgelegt sind. Bei der Bezwingung von Königsberg im April 1945 war die faschistische Garnison des Dohnaturms eine der letzten, die sich nach den schweren Gefechten ergab.

Seit 1972 befindet sich das Bernsteinmuseum im Turm, der zu Ehren des preußischen Generalfeldmarschalls Friedrich Karl Dohn genannt wurde. Er war Teilnehmer des Krieges mit Napoleon beim russischen Dienst. Was stellt Bernstein dar, welche Eigenschaften er hat, wie er gefördert wird, was aus diesem Stein gemacht werden kann, wie bestimmt man seine Echtheit und was kostet er? Alle diese Fragen sind im Museum zu beantworten. In große Ausstellung findet man alle bestehenden Modifikationen des fossilen Harzes und vielfältigste daraus gemachte Sachen, die den Leuten in den Sinn gekommen sind. Die Ausstellung erfasst den größten Zeitraum vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis Anfang des 21. Jahrhunderts. Der riesige Sonnenstein 4280 Kilogramm schwer und die Erzeugnisse aus der Sammlung vom Rüstkammer des Moskauer Kremls sind die besonderen Museumsstolz. Hier gibt es Amulette und Haarkämme, Vasen und Wandfelder, Rohbernstein und Tausende Figuren daraus, sowie Bernsteinsegelschiffe, Pfeifen, Uhren, Preise und Schatulle. Im Museum sind Buch- und Souvenirladen geöffnet.