Bunker-Museum

Ruslan Schamukow/TASS
Vom Bernsteinmuseum zum Hauptgebäude der Immanuel-Kant-Universität kann man zu Fuß entlang dem unteren Schloßteich gehen und an der südlichen Spitze des Teiches eine Erinnerungstafel darüber finden, dass es hier damals das Haus gab, in dem der Märchenerzähler Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann geboren war (1776-1822). Aber man könnte auch den Sammeltaxi No. 66, 69, 70, 85 benutzen und den Taxifahrer bitten an der Universität-Straße den Halt zu machen.

Neben dem Eintritt in das Hauptgebäude der Universität befindet sich das Bunker-Museum. Es geht um den Luftschutzbunker aus Stahlbeton, der am Anfang des Jahres 1945 in zwei Monate aufgebaut wurde, als der General Otto Lasch (1893-1971) als Führer der faschistischen deutschen Garnison bestimmt wurde. In der Tiefe von 7 m errichteten die Ingenieure der Wehrmacht einen Unterschlupf 42 m lang und 15 m breit und teilten ihn in 21 Räume ein. Außer den Mitarbeitern des Stabes zur Stadtverteidigung und ihren nächsten Unterstellten befanden sich Fernmeldepersonal, Ärzte und Dienstleute hier. Der Bunker wurde mit dem Ventilationssystem erstattet. Drinnen wurden die Fernsprechverbindung, Strom und Kanalisation angeschlossen. Am 9. April nahm Otto Lasch das Ultimatum zur Kapitulation an. Der Befehlsstand diente ihm nur ein Monat.

Im Museum sind dramatische Ereignisse über den Besuch der sowjetischen Parlamentäre in den Bunker, Dioramen über den Stadtkampf und Lebensbedingungen diejenigen rekonstruiert, die sich beiderseits des Frontes befanden. Hier ist über die deutschen Antifaschisten, Tragödie der Zivilbevölkerung von Ostpreußen und das Schicksal der deutschen Kriegsgefangene und Königsberg selbst zu erfahren.