Moritz-Becker-Park

Jewgenij Morosow/Welcome2018.com
Der bei Einwohnern und Gästen von Jantarny beliebte Park mit einer Fläche von 13 Hektar liegt auf einer erhöhten Terrasse am Meer. Der Mensch, nach dem der Park benannt ist, wurde berühmt, als er im 19. Jahrhundert mit seinem Kompagnon Wilhelm Stantien die Firma Stantien und Becker gründete und ein Tagebauverfahren zur Gewinnung von Bernstein entwickelte. Dies gewährleistete der Firma jährliche Einkünfte in Höhe von 8 Millionen Goldmark. Moritz Becker war nicht nur ein erfolgreicher Geschäftsmann und Industrieller, aber auch Philantrop, der sein eigenes Geld für Gestaltung und Entwicklung der Siedlung verwendete: er investierte Mittel in den Bau eines Eisenbahnanschlusses, eines Wasserturms und einer neue Kirche. Am 21. Mai 1881 legte er anstelle des alten Gartens des Guthofs einen Park an, in den er Rotbuchen, Linden, Eichen, Bergahorn, Silberpappeln, Kastanien, Ulmen und Eschen pflanzte. Beckers Sohn brachte aus Japan und Amerika exotische Pflanzen mit: japanischen Kuchenbaum, Sitkafichte, Weymouthkiefer und den einzigartigen nordamerikanischen Tulpenbaum, der heute das Symbol des Parks ist. Ein weiteres berühmtes Exemplar der örtlichen Sammlung ist eine europäische Buche, die über 300 Jahre alt ist.

Im Jahr 2007 erhielt der Moritz-Becker-Park den Status eines Objekts des Kulturerbes lokaler Bedeutung; derzeit werden Anpflanzungen verlorengegangener Pflanzen wiederhergestellt.