Schloss Brandenburg

Jewgenij Morosow/Welcome2018.com
Die Ruinen des Schlosses des Deutschen Ordens im Dorf Uschakowo (bis 1946 - Brandenburg) liegen am Ufer der Kaliningrader Bucht in der Mündung des Flusses Prochladnaja.

Brandenburg wurde im 13. Jahrhundert gegründet: diesbezüglich gibt es einen Eintrag in der „Chronik des Preußenlandes“ von Peter von Duisburg: „Im Jahre 1266 nach Christi Geburt kam der erste Markgraf von Brandenburg Otto III. (Urenkel von Albrecht dem Bär), mit vielen Rittern in das Land Preußens <...> auf den Rat des Meisters und der Brüder baute er das Schloss Brandenburg und wollte es so nennen zum ewigen Gedächtnis zu Ehren seiner Markgrafschaft“.

Während des ersten preußischen Aufstands (1242-1249) zeigten sich die Unzulänglichkeiten der Schlösser Balga und Lenzenburg: Beide hatten keine Häfen, zudem Balga, die Hauptburg des Deutschen Ordens in dieser Gegend, konnte leicht blockiert werden. Es wurde daher beschlossen, das Schloss Brandenburg an der Mündung des Flusses Frisching zu bauen.

Wie es gewöhnlich geschieht, entstand mit dem Laufe der Zeit auf der Grundlage der Burg eine Siedlung. Bereits im Jahr 1408 gab es hier eine Schule. In 16.-17. Jahrhunderten wurde Brandenburg zu einer großen Ortschaft: 1604 gab es hier 50 Höfe und sieben Kneipen. Zur Entwicklung der Siedlung trug seine vorteilhafte Lage in der Nähe einer viel befahrenen Straße, der Bucht und des Flusses bei. Deshalb verlor Brandenburg seinen Wert erst nach dem Bau der Osteisenbahn - einer neuen Verkehrsader, die weit von ihm verlief.

Nach 1945 wurden im südöstlichen Flügel Familien von Einwanderern aus der UdSSR einquartiert. Der südwestliche Flügel des Schlosses, der während des Krieges beschädigt wurde, wurde fast nicht genutzt. 2007 erhielten die Ruinen den Status eines Objekts des kulturellen Erbes von regionaler Bedeutung und die Wiederherstellung des Schlosses begann 2013.