Ragnit

Jewgenij Morosow/Welcome2018.com
1277 wurde die prußische Burg Ragnit von Heeren des Deutschen Ordens niedergebrannt, später wurde an ihrer Stelle eine neue Burg errichtet. Einige Jahrzehnte später wurde die Burg wieder aufgebaut und es gab schon einen umlaufenden Graben, aber 1365 gelang es den Litauern, die Festung niederzubrennen. Der Großmeister des Deutschen Ordens Konrad Zöllner von Rotenstein hat das Schloss nach seinem Geschmack an einer neuen Stelle wieder aufgebaut, an der es bis heute steht. Der Bau dauerte vom Ende der 1390er Jahre und endete im ersten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts.

Seit 1825 war in der Burg Ragnit ein Gefängnis, ein Jahrzehnt später - das Stadt- und Landgericht, seit 1849 - ein Militärgericht und seit 1879 - das Verwaltungsgericht untergebracht.

Der Regisseur Alexei German drehte 1976 in der Burg Ragnit den Film „Zwanzig Tage ohne Krieg“ und ein Jahr später wurde hier der Film „Soldat und Elefant“ gedreht.

2010 wurden die Ruinen der Burg Ragnit und ihre Umgebung der Russischen Orthodoxen Kirche überlassen. Heute können die Besucher durch die Ruinen spazieren und auf die Burgmauer klettern, von dort bietet sich eine fabelhafte Aussicht auf die Stadt Neman.