Donskoi-Kloster

Valery Scharifulin/TASS

Das Männerkloster befindet sich in der Nähe der U-Bahnstation "Schabolowskaja", praktisch in der Stadtmitte. Es wurde im Jahre 1591 gegründet, nachdem die Moskowiter die Truppen des Khans Gase II. Giray an den Kreml Mauern schlugen. Das Kloster ist der Ikone der Gottesmutter Donskaja gewidmet, mit dem, laut Überlieferung, Dmitri Donskoi vor der Schlacht auf dem Kulikowo-Feld gesegnet wurde. Diese Ikone wurde nach der Legende von Theophanes dem Griechen gemalt. Viele Jahre lang befand sie sich in der Klosterkirche, bis sie der Staatlichen Tretjakow-Galerie übergeben wurde. Im Jahre 1812 wurde das Kloster von den napoleonischen Truppen ausgeraubt, aber wie durch ein Wunder überlebte die achtstufige geschnitzte Ikonostase der Großen Kathedrale der Gottesmutter von Donskaja, die Ende des XVII. Jahrhunderts hergestellt wurde. Auf den Malereien der Ikonostase sind Züge der italienischen Schule sichtbar und ihre unteren Ebenen gestaltete der berühmte Maler Karp Zolotarew. Die zweite wichtige Sehenswürdigkeit des Klosters ist eine alte Nekropole, wo historische adelige Grabsteine seit dem XVII. Jahrhundert aufbewahrt werden. Auf dem Friedhof finden Rundführungen statt, die man im Voraus bestellen muss. Außerdem sind hier an der gegenüberliegenden Wand vom Klostereingang Flachreliefs der 1931 zerstörten Christus-Erlöser-Kathedrale ausgestellt.