Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis

Nikolaj Galkin/TASS

Dies ist die wichtigste katholische Kirche im Land. Sie ist im neugotischen Stil Anfang des XX. Jahrhunderts gebaut worden. Ende des XIX. Jahrhunderts baten die Vertreter der römisch-katholischen Kirche den Moskauer Gouverneur, ihnen ein Gelände für die Kirche zu gewähren. Der Gouverneur stimmte zu und  bot den Katholiken an das Grundstück selbständig zu wählen. Aber er stellte Bedingungen: die Kirche sollte weit weg von der Innenstadt platziert werden, um die Orthodoxen Moskowiter nicht zu verwirren und sie sollte nicht zu prachtvoll sein, also ein Minimum an Schmuck und eine bescheidene Ausstattung. Es wurde ein passender Standort gewählt – in der Straße Malaja Grusinskaja, wo sich polnische Katholiken ansiedelten, die im Eisenbahnbau arbeiteten. Was die Außenansicht der Kirche anbetrifft, hat man auf den Gouverneur nicht gehört und ihm wurde das schon fertige Projekt einer neugotischen Kirche mit schönen Türmen und Spitzen gezeigt – so eine Kirche hatte Moskau noch nie gesehen. Die Kirche war so schön, dass sogar der Gouverneur den Bau genehmigte. Sie durfte aber nicht lange Gemeindemitglieder aufnehmen, die sowjetische Regierung schloss die Kathedrale und setzte dort die Organisation des Forschungsinstitutes "Mosspezpromprojekt"  hinein, die hier bis zum Jahr 1996 untergebracht war. Nachdem die Kirche den Katholiken zurückgegeben wurde, wurde sie restauriert und geweiht – die Kirche weihte Papst Johannes Paul II per Telefonkonferenz. In der Kathedrale werden regelmäßig Konzerte und Aufklärungsvorträge über die Kirchenmusik veranstaltet.