Erlöser-Andronik-Kloster

Nikolaj Galkin/TASS

Das Erlöser-Andronik-Mönchkloster liegt auf einem hohen Hügel am Ufer des Flusses Jausa. Es wurde im Jahre 1357 gegründet, der Legende nach, im Zusammenhang mit dem Ereignis, als drei Jahre vor der Errichtung des Klosters Metropolit Alexius im Meer in einen schweren Sturm geriet. Alexius war auf dem Weg nach Konstantinopel, unterwegs überfiel ihn ein schrecklicher Sturm, und der Metropolit gab das Wort, dass wenn er lebend die Bucht das Goldene Horn erreicht, baut er ein Kloster zu Ehren desjenigen Heiligen, dessen Verehrung mit dem Tag der Ankunft von Alexius in Konstantinopel zusammenfällt. An diesem Tag war die Feier zu Ehren des Erlösers – einer wichtigen christlichen Reliquie. In Erinnerung an die wunderbare Rettung des Kiewer Metropoliten wurde die Straße Solotoroschskaja – in der Nähe vom Kloster benannt.

Die Erlöser-Kathedrale des Klosters, erbaut in den Jahren 1425-1427, ist die älteste Moskauer Kirche  die sich außerhalb des Kremls befinden und wahrscheinlich die erste Kirche aus Stein in der Stadt. Einst schmückten seine Wände Fresken des großen Russischen Ikonenmalers Andrej Rubljow, von denen nur noch wenige Fragmente übriggeblieben sind. Im Kloster befindet sich das Grab von Andreij Rubljow, der hier wohnte, arbeitete und  im Jahre 1428 verstarb. Desweiteren ist hier das Zentrale Museum der altrussischen Kultur und  Kunst zu Ehren von Andrej Rubljow mit einer seltenen Ikonensammlung. Vom Hügel, auf dem das Kloster liegt, ist der Sonnenuntergang schön zu beobachten, von hier aus sieht man auch die Kremltürme sowie die Türme der Moskwa-City. In der Nachbarschaft vom Kloster befindet sich ein verlassenes Denkmal des Konstruktivismus –  der Palast der Kultur "Hammer und Sichel", dessen Gelände man nicht betreten darf, da das Gebäude für die Restaurierung vorbereitet wird. Man kann sich es aber in Ruhe über den Zaun hinweg anschauen.