Mietwohnhaus und Khludows Zentrale Banja (Dampfbäder)

Wenn man durch die Teatralnyj Strasse zum gleichnamigen Platz geht, kann man auf der Seite mit den ungeraden Hausnummern das Mietwohnhaus und Khludows Zentrale Banja (russische Saunavariante) sehen. Die russische Banja ist eine der bekanntesten russischen Traditionen. Eine besondere Rolle haben die Bäder im Leben von Moskauern gespielt. Ende des XIX. Jahrhunderts war die Banja von Sandunow die beliebteste (sie ist immer noch auf der Neglinnaja Straße). Der Fabrikant Gerasim Khludow hatte beschlossen, den Erfolg dieses Komplexes zu wiederholen. Er kaufte ein Grundstück neben dem Teatralnaja Platz und ließ die Planung von dem zu jenem Zeitpunkt am höchsten bezahlten Architekten von Moskau, Semen Eibuschitz, durchführen. Khludow gab ihm die Aufgabe, den Banjakomplex mit dem Mietwohnhaus „fabelhaft und großartig“ zu machen. 1893 setzte der Architekt Lew Kekuschew das Projekt um. Der Luxus-Komplex wurde im eklektischen Stil gebaut: zum Beispiel verbindet die Fassade die Merkmale der russischen klassischen Architektur und des westeuropäischen Barocks. Ursprünglich wurden die Banja als russisch-chinesische wegen der gleichnamigen Straße genannt. In der sowjetischen Zeit wurden sie zu Zentralen und arbeiteten bis in die 1990er Jahre. Jetzt befinden sich hier Restaurants.

Auf der geradezahligen Seite der Teatralnyj Nebenstraße steht das Denkmal zu Ehren Iwan Fjodorows, dem ersten Drucker Russlands. Das Denkmal ist ein Werk des Bildhauers Sergej Wolnuchin. Desweiteren befindet sich hier das Tretjakowskije Tor und ein Teil der Kitai-Gorod Maurer. Hinter dem Tor ist die Tretjakowskij Straße, sie endet an der Nikolskaja Straße.