Archangelskoje

Walerij Scharifulin/TASS

Ein Gutshof von einem grandiosen Ausmaß, der Stolz des Moskauer Gebiets und der obligatorische Punkt im touristischen Programm der Ausländischen Gäste. Das Schloss-Ensemble und der Park, der im 18. Jahrhundert von Nikolaj Golizin angelegt wurde, wurden bis zum Ende des 19. Jahrhunderts umgebaut und verändert. Jeder neue Besitzer fügte etwas hinzu. Nach der Ausplünderung durch die Franzosen 1812 und dem Brand 1820 musste man gleichzeitig mehrere renommierte Architekten einbeziehen, um das Schloss wieder aufzubauen, unter denen war auch Joseph Bowe.

Egal wem Archangelskoje gehörte, der Ort wurde zu allen Zeiten von interessanten Persönlichkeiten besucht. Gastfreundliche Golizins und Jussupows, genauso wie andere berühmte Besitzer, empfingen bei sich Alexander Puschkin, Nikolaj Karamsin, Peter Wjasemskij, Nikolaj Ogarjow, Alexander Gerzen, Alexander Benua, Walentin Serow, Konstantin Korowin, Igor Strawinski und mehrere Generationen der russischen Kaiser – Alexander den I., Nikolaj den I., Alexander den II., Alexander den III. und Nikolaj den II. Nach der Revolution wurde hier ein Museum für Kunst und Geschichte eingerichtet. In den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts war hier ein militärisches Sanatorium untergebracht und von 1945 bis 1990 war es ein Standort des Fußballclubs ZSKA. 

Auf dem riesigen Gelände von Archangelskoje muss man unbedingt das große Schloss, die Kirche des Erzengels Michaels (1660-er Jahre, der älteste örtliche Bau, liegt etwas tiefer im Wald), die Familiengruft der Jussupows (die Kolonnade), das kleine Schloss “Kaprice”, das Gonzago-Theater und das Heilige Tor besichtigen. 

Den ausführlichen Geländeplan und die entsprechende Literatur findet man an den Kassen des Museums und in den Souvenirläden. Vor der Fahrt nach Archangelskoje empfiehlt es sich, die Webseite des Parks zu besuchen, wo über bevorstehende Ausstellungen, Konzerte und Festspiele informiert wird, die regelmäßig im Museum stattfinden.