Zarizyno

Alexandr Selikov/TASS

Dieser elegante Palast liegt im Süden von Moskau. Er wurde wie viele Moskauer Paläste, nach Befehl der Kaiserin Ekatarina II. geplant und entworfen. Zuerst sollte der Hofarchitekt Wassili Baschenow den Palast bauen, doch zu Beginn des Baus hatten der Baumeister und die Kaiserin zu verschiedene Meinungen und es wurde ein anderer Hofarchitekt, Matweij Kasakow, mit dem Bau beauftragt. Kasakow gelang es auch nicht den Wünschen und Vorstellungen der Zarin gerecht zu werden. So verwandelte sich die Bauruine in langer Zeit in eine malerische Ruine. Einige Bewohner der umliegenden Dörfer mochten diese Stelle nicht und sagten sogar, dass dort Gespenster lebten. 

2005-2007 beauftragte der Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow die Rekonstruktion des Palastes. Im Laufe dieser Zeit wurde alles gebaut, was die großen russischen Architekten nicht realisiert hatten. Der Neubau empörte die Moskauer lange Zeit und sie sagten, dass das neue Bauwerk keine Beziehung zu Baschenow und Kasakow hat. Später wurde der Park beliebt, und jetzt ist Zarizyno einer der populärsten Erholungsorte im Süden der Stadt. 

Im Palast ist jetzt ein archäologisches Museum ansässig, in dem ausgestellt ist, was während der Rekonstruktion gefunden wurde. Der Palast wird von einem großen Park mit Teichen und einem Wald umgeben. Es lohnt sich hier für einen ganzen Tag herzukommen und die Landschaften und die Architektur anzuschauen, sich im Schatten des Museums zu erholen oder auf den Wiesen Schmetterlinge zu fangen.