Romodanowski-Bahnhof

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Hinsichtlich des Bahnverkehrs war Nischni Nowgorod immer der wichtigste Verkehrsknotenpunkt des Landes. Die erste Eisenbahnlinie aus Moskau Richtung Osten führte nach Nischni Nowgord. 1862 verknüpfte die den europäischen Teil Russlands mit dem Wolgagebiet und eröffnete neue wirtschaftliche Perspektiven. Der Romodanowski-Bahnhof wurde Anfang des 20. Jahrhunderts am rechten Oka-Ufer gebaut, um den Ausbau der Eisenbahnlinie nach Süden zu ermöglichen. Anfangs war der Bahnhof hauptsächlich für Händler förderlich, die die Waren zur Messe brachten, aber er spielte auch eine strategische Rolle in Kriegszeiten.

Nach einem starken Erdrutsch im Jahr 1974 wurde er geschlossen. Zunächst versuchte man, das Gebäude irgendwie zu nutzen: Hier wurden eine Eisenbahn-Fachhochschule und Reparaturwerkstätten eingerichtet. Aber der Bezirk verlor seinen Verkehrsanschluss und die Räume begannen baufällig zu werden. Dann wurde das Objekt in privates Eigentum übergeben. Heute ist der restaurierte Romodanowski-Bahnhof der Stolz der Stadt und das Beispiel dafür, dass ein Denkmal der Geschichte ein neues Leben anfangen kann: hier ist ein Betrieb zur Herstellung von Plastikkarten untergebracht.

Was die Eisenbahnen angeht, ist die Gorkier Eisenbahn (sie wurde nicht mit der Stadt zusammen umbenannt) derzeit eine der größten im Land und vereinigt 15 Regionen. Dank der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft erhält sie einen Anreiz für die Entwicklung: bis zum Jahr 2018 wird Hochgeschwindigkeitsstrecke Moskau – Kasan über ihr Gebiet verlegt.