Höhlenkloster (Woznesenski Petscherski Monastyr)

Pawel Nowikow/Welcome2018.com
Eines der ältesten geistigen Zentren Russlands. Dieses Mönchskloster wurde von Dionysios, dem Mönch aus dem Kiewer Höhlenkloster, im 14. Jahrhundert an dem hohen rechten Wolga-Ufer 5 Kilometer von Nischni Nowgorod entfernt gegründet. Nach dem zerstörerischen Uferabbruch 1597 verlegte man es näher zur Stadt hin.

Das Kloster benannte man nach den ersten Höhlen, oder „Petscheri“, die von den Mönchen gegraben worden waren. Der Überlieferung zufolge, soll der Älteste Lawrentii den meisten Teil seiner Chronik eben in diesem Kloster geschrieben haben, die eine der ältesten handschriftlichen Bücher Russlands ist, das sich bis in unsere Zeit erhalten hat. Im Höhlenkloster begann Patriarch Nikon, der künftige Reformator der Kirche, seinen geistigen Weg.

Die erhaltengebliebenen Gebäude des Klosters - das Haupttor, die weißsteinernen Kirchen, Gemeinschaftsklause, Bischofsgemächer – sind die Vorbilder für die russische Architektur des 17. Jahrhunderts, u. a. die Zeltdach-Architektur. Beim Kloster gibt es das Museum für Geschichte von Nischni Nowgorod, in dem Muster von Priestergewändern von Geistlichen verschiedener Zeiten, altertümliche Kirchengeräte, vorrevolutionäre alte Bücher und Unterlagen gesammelt sind. In einem Raum des Museums ist ein mit antiken Möbeln ausgestattetes Fotoatelier eingerichet: man kann ein Foto in dem stilisierten Interieur machen.