Synagoge

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Die Synagoge von Nischni Nowgorod wurde 1884 eröffnet und ist eine der ältesten in Russland. Das Geld für ihren Bau sammelten einige wenige jüdische Händler, die auf Nischni Nowgorod Messe handelten, und Rekruten, die in der Stadt nach Ende des Dienstes blieben. Man geht davon aus, dass eben sie die lokale jüdische Gemeinde gegründet haben: bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Nischni sowie in Zentralrussland keine jüdische Wohnbevölkerung. Die Stadt lag hinter der sogenannten „Ansiedlungsgrenze“, außerhalb derer es für Juden verboten war, zu wohnen. Als das Gebäude der Synagoge während der Sowjetherrschaft nationalisiert wurde, befanden sich hier zu verschiedenen Zeiten Tischler- und Metallbauwerkstätten.

Man gab der jüdischen Gemeinde das halb zerstörte Gebäude der Synagoge 1991, dank der Bemühungen von lokalen Unternehmern, zurück. Einer von ihnen war auch Lipa Grusman. Er registrierte die Gemeinde offiziell als Organisation, obwohl er selbst damals nur als Schuhmacher tätig war. Seine Werkstatt befand sich in der Nähe der Synagoge auf der Hauptstraße Bolschaja-Pokrowskaja. Die Wiederaufbau der Synagoge dauerte mehrere Jahre. Das neue Gebäude ist in Form einer Thora erbaut, zwei Türme mit Kuppeln symbolisieren ihre Rollen. Derzeit gibt es in der jüdischen Gemeinde mehr als zwanzigtausend Mitglieder. Bei der Synagoge gibt es einen Kindergarten, eine Schule, einen Jugendklub, ein koscheres Restaurant und einen koscheren Laden, außerdem wird eine Zeitung herausgegeben.