Hauptmoschee

Pawel Nowikow/Welcome2018.com
Im Jahr 2015 feierte die zentrale Moschee für Nischni Nowgoroder Muslime ihr einhundertjähriges Jubiläum. Die Moschee mit schöner weißer Fensterverkleidung ist am hohen Wolga-Ufer errichtet, ihr silberfarbiges Minarett ist gut vom aus Fluss zu sehen. Dies ist das älteste islamische Denkmal in der Stadt. Zwar wurde eine Moschee zunächst 1817 an der Messe erbaut, die aber schon vor der Revolution 1917 baufällig und abgebrochen wurde . Die Hauptmoschee war von 1938 bis 1988 gesclossen: während des Krieges gab es hier beispielsweise ein Krankenhaus. Nach der Rückgabe an die Gläubigen wurde die Moschee restauriert und die Kuppel wiederaufgebaut. An Festtagen versammeln sich bis zu fünftausend Gemeindemitglieder.

Bei der Hauptmoschee gibt es eine Madrasa, einen Verlag, Jugend- und Wohltätigkeitsorganisationen. Hier befindet sich die Zentrale Geistliche Verwaltung der Muslime in Nischni Nowgorod.

Ein großer Teil der muslimischen Gemeinde in Nischni Nowgorod sind Tataren, die zweitgrößte (ca. 2 % der Bevölkerung) sind die Bewohner der Oblast Nischni Nowgorod, die ihr Steppengebiet im Südosten bereits im 15. Jahrhundert erschlossen. Nach einigen Angaben stammen 40 % der tatarischen Gemeindemitglieder in Moskau aus diesen Landen. Islamische geistliche Führer Russlands würdigen den Beitrag der Muslime von Nischni Nowgorod zur Bewahrung der religiösen Traditionen. Sie heben hervor, dass eben in dieser Stadt der erste Allrussische Kongress der Muslime 1905 halblegal stattgefunden hat. Damals wurde die Notwendigkeit erklärt, den Islam dem orthodoxen Christentum gleichzusetzen.

In den nächsten Jahren soll die Moscheeanlage auf das Doppelte erweitert werden: die Baugenehmigung für das Zentrum für muslimische Kultur in Nischni Nowgorod auf diesem Platz ist erteilt. Hier wird eine Islamische Universität und eine Bibliothek untergebracht.