Kino Mir

Pawel Nowikow/Welcome2018.com

Zu Fuß ist am bequemsten von der U-Bahnstation Park Kultury zu starten - das ist die letzte Haltestelle der Awtozawodskaja Linie, eine Fahrt hierher mit der U-Bahn vom Stadtzentrum aus dauert ca. 20 Minuten. In der Nähe der Haltestelle befindet sich der zentrale Bereich des Bezirks - Ploschtschad namens Iwan Kiselew, benannt im Jahr 2005 zu Ehren des Direktors der GAZ-Werke, der das Unternehmen in den 1960-1980er Jahren leitete. Und der ehemalige Name, Dwortsowaja Ploschtschad, wurde vom Palast der Kultur von GAZ übernommen, erbaut 1961 zu Ehren des 30. Jahrestages des Unternehmens.

Daneben steht der Kino-Konzertsaal (heute das Kino „Mir“), der 1937 erbaut und zu einem der ersten öffentlichen Gebäude in Sozgorod wurde: Es wurde geglaubt, dass der Klub für den Arbeiter das zweite Zuhause werden würde. Es war dieses Objekt, das als zukünftiger Kulturpalast konzipiert wurde. Es wurde von Alexander Grinberg entworfen, dem Autor vieler konstruktivistischer Gebäude, die in ganz Russland verstreut waren. Das Projekt war einzigartig: Der Architekt Grinberg wollte in der Anlage ein Theater mit 1800 Plätzen, einen Konzertsaal mit 800 Plätzen, einen Club und ein Fitnessstudio für die Leibeserziehung errichten- insgesamt mehr als 130 Tausend Quadratmeter. Aber am Ende wurde es nur geschafft einen Kino-Konzertsaal zu bauen. Doch sein Spielplan konnte von den Schauplätzen der Hauptstadt beneidet werden: hier spielten das Jazzorchester von Leonid Utesow und der Chor von Pjatnitskij, kreative Abende der Schauspieler Nikolaj Krjutschkow, Pawel Kadotschnikow und Ljubow Orlowa - die Eintrittskarten reichten nicht. An der Fassade des Gebäudes befinden sich Skulpturen eines Sportlers, eines Arbeiters, eines Piloten und von Kolchosbauern.