Archäologisches Reservat-Museum "Tanais"

Walerij Matyzin/TASS

Zwischen Rostow und Taganrog, etwas abseits der Hauptstraße, befindet sich "Tanais" - eines der ältesten archäologischen Reservat-Museen in Russland. An diesem Ort entstand und wurde die alte Stadt seit dem III. Jahrhundert v. Chr. mehrmals zerstört. Zuerst war sie griechisch, dann sarmatisch, dann italienisch und türkisch, bis 1736 sie russisch wurde. 

Oberst Iwan Stempkowskij war der erste, der die Reste von Tanais zu Beginn des XIX Jahrhunderts entdeckte, aber Ausgrabungen begannen erst 30 Jahre später und setzen sich bis heute fort.  Die Wallanlage besetzt Hektare von Land. Zwecks Klarheit haben die Wissenschaftler mehrere Modelle und Rekonstruktionen von alten Strukturen auf dem Territorium errichtet: die Hütte von Maioten, eine römische Brücke, einen kiptschakischen Tempel. Alles, was man bei Ausgrabungen findet - Waffen, Amphoren, Ornamente, Kleider, Geld, Tafeln mit Schriftzeichen - geht zu Museum-Sammlungen, die sich auf dem Territorium des Reservats befinden. 

Für Kinder gibt es in "Tanais" interaktive Ausflüge und eine Handgewerbeschule mit Unterrichten in Keramik und Filzherstellung. Touristen dürfen auf dem Territorium des Reservats ein Zelt aufstellen.