Evangelisch-lutherische St.-Georgs-Gemeinde

Inna Mendel’son/Welcome2018.com
Ein weiteres Gebäude, das in Samara im gotischen Stil erbaut wurde. Die strenge Silhouette der lutherischen Kirche kann man an der Kreuzung der Kuibyschewa und der Nekrasowskaja Straße sehen. Mit dem Bau des Gebäudes wurde in den späten 1850er Jahren für die Unterbringung der katholischen Gemeinde begonnen. Das Geld für den Bau wurde von einem Kaufmann aus Samara, dem Katholiken Jegor Annajew gespendet. Als jedoch die Kirche fast fertig war, verschlechterten sich die Beziehung der russischen Behörden zu Polen, das damals zum Russischen Reich gehörte. Der Begriff des Katholizismus wurde damals mit Polen verbunden, deswegen wurde die Kirche mit Zustimmung des Förderers Annajew und der katholischen Gemeinde den Lutheranern, von denen es viele unter den deutschen Siedlern gab, übergeben.

Die Kirche wurde im Jahr 1865 geweiht. 1875 wurde sie durch einen Brand stark beschädigt, aber sie wurde restauriert und es wurden sogar zwei Flügel angebaut – in dieser Form hat sich das Gebäude bis heute erhalten. 1930 wurde die Kirche geschlossen, und 1991 der lutherischen Gemeinde wieder zurückgegeben. Heute kann jeder die Kirche besuchen: hier finden Orgelkonzerte und literarisch-musikalische Abende statt.