Ilowlinskij-Museum für die Gebräuche der Kosaken

Nikolaj Galkin/TASS
Der folgende Anhaltspunkt auf dem Weg nach Wolgograd ist das Naturschutz- Freilichtmuseum für Völkerkunde „Kasatschij Chutor“, das nach allen Sittenregeln der Stammesbevölkerung (Don-Kosaken) eingerichtet ist. Für das Gründungsdatum des Don-Kosakentum, das im Roman „Der stille Don“ des Nobelpreisträgers Michail Scholochow beschrieben wurde, gilt der 12. Mai 1570. Das ist der Geburtstag der Kosakensiedlung Rasdorskaja. Allerdings wurden „freie Leute“ bis zu diesem Zeitpunkt erwähnt, die im Grenzgebiet des Rjasan-Fürstentums siedelten.
 Die russischen Fürsten warben die Kosaken für den Grenzschutz vor Tataren-Raubzügen an. Das Kriegswesen war immer das wichtigste für Kosaken. 

Im Museum für Völkerkunde wird die Lebensweise der Kosaken-Gehöfte am Ende des 19. Jahrhunderts mit Kuren (so wurde das Bauernhaus genannt) und Scheune gezeigt. Hier werden die Reisenden zu Kosaken geweiht. Ein beschlagener Becher auf dem Kosaken-Säbel wird ihnen angeboten. Man bekommt gezeigt im Sattel zu sitzen. Folkloristische Spiele mit Liedern und Tänzen finden statt.
 Man wird mit lokalen Speisen bewirtet wie Hähnchen nach kosakischer Art, Wareniki (Teigtaschen) mit saurer Sahne, Fleisch in den Töpfchen aus dem Ofen.