Um den Platz der gefallenen Kämpfer

Nikolai Galkin/TASS
Der Platz der gefallenen Kämpfer ist der Hauptplatz der Stadt. Dies ist einer der wenigen Orte in Wolgograd, die Vorkriegsgeschichte haben. In dem 19. Jahrhundert hieß er Alexanderplatz und lag hinter der Festung Zarizyn (der ursprüngliche Name der Stadt). Der Platz war das Geschäftszentrum der Stadt. Hier befanden sich die meisten Geschäfte und der Markt. Seinen heutigen Namen bekam der Platz im Jahre 1920, nachdem 55 Soldaten der roten Armee, die im Kampf gegen die Weiße Garde gefallen sind, hier am Alexanderplatz begraben wurden, der seit diesem Tage der Platz der gefallenen Kämpfer heißt. 1942 während der Schlacht um Stalingrad starben zehntausende sowjetische Soldaten der 13.Garde-Division, 62.Armee auf diesem relativ kleinen Platz.

Der Platz der gefallenen Kämpfer ist einer der besten Orten, der es ermöglicht, die Monumentalität und Stärke der Nachkriegsbebauung zu würdigen. Vor dem Krieg hatte der Platz eine asymmetrische Form. Heutzutage sieht er wir ein symmetrisches Trapez aus, das mit der breiten Seite zum Fluss und zur Heldenallee gerichtet ist. Am Platz stehen die Gebietsparteischule, heutzutage ist dies das Hauptgebäude der Staatlichen Medizinischen Universität Wolgograd (Architekten Wasili Simbirzew und Jefim Lewitan), und das Hotel Wolgograd (Architekt Alexander Kurowski), das Hotel Intourist (Architekt Boris Goldmann) und das Gebäude Gidrostroj /Wasserkraftbau (Architekt Jefim Lewitan). Zwischen dem Intourist und Wasserkraftbau befindet sich das rekonstruierte Zentralkaufhaus.

Alle diese Gebäude haben das gleiche Design: über den Wänden aus bossierten Steinen am zweiten Stock befinden sich ein sogenannter Kranz mit korinthischen Pilastern, die am Architekturensemble des Platzes eine strenge Expressivität und einen Gedenkcharakter betonen. Der Platz wurde wie eine Parkanlage aufgebaut, der Heldengräber der fallenden Kämpfer von Zarizyn und Stalingrad umringt, die sich auf der Achse der Esplanade befinden. Die Gräber sind mit einer massiven Tumba aus poliertem rotem Granit ausgestattet, auf dem ein bronzener Lorbeerkranz und ein bronzenes Stern liegen. Seit dem 1. Februar 1963 brennt daneben ein ewiges Feuer. Gekrönt wird die Gedenkstätte von einem 50 m hohen Obelisken aus Granit.

1965 wurde der Posten Nr. 1 eröffnet. Wolgograder Schüler halten hier die Gedächtniswache. Den Wachdienst übernehmen immer vier Schüler. Diese Ehrenwache wird auch heute von Schülern gehalten.